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Studentenproteste vor der Hochschulrektorenkonferenz

Nach einer Umfrage unter deutschen Hochschulen ist jede vierte staatliche Hochschule unterfinanziert. Dennoch kämpfen die Unis um bessere finanzielle Ausstattung – auf Kosten der Studierenden. Exzellenzinitiativen, fortschreitende Elitenbildung und aktuell der Vorschlag von Bildungsministerin Anette Schavan (CDU) für ein »Bildungskonto«, auf dem Eltern mit staatlicher Zulage schon früh für den Nachwuchs sparen sollen. Trotz gegenläufiger Meinung der Hochschulrektorenkonferenz ist die Ökonomisierung der Bildung offensichtlich. Im Grunde ist dies keine direkte Folge der Bologna-Reform. Ursprünglich war es dabei einmal darum gegangen, die verschiedenen europäischen Studienabschlüsse einander anzugleichen und dadurch eine größere Mobilität für AkademikerInnen im EU- und internationalen Raum zu schaffen. Dieses Anliegen ist weiter zu begrüßen. Nur leider hat die Umsetzung an den deutschen Unis für wenig Verbesserung gesorgt, stattdessen für Chaos bei der Umstellung der Studiengänge etwa oder massiv gestiegene Arbeitspensen. All dies war nicht Bolognas Idee, sondern Folge einer spezifischen Hochschulpolitik. Was es deshalb braucht, ist eine Grundsatzdiskussion über die Zukunft der Bildung in Deutschland und ihre Finanzierung. Indes: Vom nächsten Bildungsgipfel im Dezember scheint man wenig erwarten zu dürfen.

P2News/Neues Deutschland

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