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Strom aus der Sahara?

Solarkraftwerke in der Sahara könnten immense Mengen CO2-freien Strom erzeugen, nur wie kommt er zu uns? Und wie kann man die nächtlichen Produktionspausen überbrücken? Nur wenn es gelingt, den Sahara-Strom mit nur geringem Verlust nach Europa zu transportieren, macht das Großprojekt in der afrikanischen Wüste Sinn.

Dass man in sonnenreichen Gegenden mit solarthermischen Anlagen effizient Strom gewinnen kann, haben die Spanier mit Andasol längst bewiesen. Deutsche Spitzentechnologie hilft dort, die Kraft der Sonne zu nutzen und könnte auch in Afrika eingesetzt werden. Doch ließe sich die eingefangene Energie auch zwischenspeichern, um Nächte und sonnenschwache Zeiten zu überbrücken? Doerte Laing vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt auf ein überraschendes Speichermedium: Beton. Dazu will sie eine Betonmischung entwickeln, die auch größte Temperaturschwankungen ohne Risse übersteht. Eine Versuchsanlage, bestehend aus einem riesigen Betonquader, dient als Testlabor für den Speicher der Zukunft.

In diesem Herbst geht einer der weltweit größten Offshore-Windparks ans Netz, 120 Kilometer vom Festland entfernt. Um den Strom an Land und ins deutsche Stromnetz zu bringen, wollen die Experten eine Technologie einsetzen, die bisher in Deutschland so noch nicht verwendet wurde: die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Dabei wird elektrischer Strom nahezu verlustfrei übertragen – wenn die Theorie der Planer auch praktisch funktioniert.

Bis 2020 soll nach dem Willen der EU 35 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Das ZDF-Wissenschaftsmagazin „Abenteuer Wissen“ begleitet am Mittwoch, 11. November 2009, 22.15 Uhr, deutsche Forscher, die an einer Lösung arbeiten und kurz vor dem Durchbruch stehen. „Abenteuer Wissen: Kommt unser Strom morgen aus der Sahara?“ wird zusätzlich am Samstag, 14. November 2009, 16.00 Uhr, in ZDFneo ausgestrahlt.

P2News/ZDF

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