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Streit um Islamkonferenz

Thomas de Maizière

Das schreibt eine aufgeklärte Muslimin: „Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Mann und Frau in Gesellschaft und Religion ist für uns von zentraler Bedeutung.“ Das sind Selbstverständlichkeiten für jede demokratische Gesellschaft, die Lamya Kaddor ausspricht. Die junge Dinslakenerin schickt sich gerade an, mit Gleichgesinnten einen liberalen Muslimverband zu gründen. Das ist eine gute Nachricht angesichts des Drucks, den traditionelle Islamverbände derzeit auf die Politik ausüben. So ist der Islamrat empört darüber, dass Innenminister de Maizière ihnen nur eine ruhende Mitgliedschaft an der Deutschen Islamkonferenz angeboten hat. Denn unter den 30 Mitgliedern des Islamrates ist auch Milli Görüs, den der Verfassungsschutz als islamistisch einstuft. Gegen ihn wird wegen Steuerhinterziehung und Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt. Der dubiose Verein tut sich auch stets mit Klagen gegen Verbote des Kopftuchtragens, des Schächtens und gegen den gemeinsamen Schwimmunterricht hervor. De Maizière muss hart bleiben und wie die couragierte Lamya Kaddor auf unsere demokratischen Spielregeln verweisen. Nur wer die akzeptiert, darf auch mitreden.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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