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Streit um Guantanamo-Häftlinge

Guantanamo

Zu den Ländern, die der US-Regierung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 am lautesten ihre „uneingeschränkte Solidarität“ versicherten, gehört ohne Zweifel Deutschland. Rund zehn Jahre danach ist es an der Zeit, das Versprechen einzulösen. Was in Irland, Portugal, Frankreich, Belgien, Ungarn, Spanien und der Schweiz nach allem, was man weiß, bislang der nationalen Sicherheit keinen Abbruch getan hat, sollte auch hierzulande nicht mehr zum Risiko-Popanz aufgeblasen werden: Strafrechtlich nicht zu belangende, doppelt und dreifach gesinnungsgetestete Gefangene, die jahrelang zu Unrecht wegen Terrorverdachts im US-Lager Guantánamo unter erbärmlichsten Bedingungen gelitten haben, verdienen auch in Deutschland eine Chance. Wer so argumentiert, hat nicht die allzu oft schrille Posaune der Menschenrechte im Anschlag – sondern eine einfache humanitäre Abwägung. Indem die Regierung Merkel ihren kleinen Beitrag zur Schließung von Guantánamo leistet – es geht vorläufig um nicht mehr als drei Menschen -, hilft sie nicht nur US-Präsident Obama, der eben dies zum Ziel hat. Sie übernimmt auch Mitverantwortung für einen Makel, der nicht nur unter Muslimen der gesamten westlichen Welt angelastet wird.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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