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Strafe für Waldbesucher? Naturschützer kritisieren Kieler Gesetzentwurf

Der Naturschutzbund Nabu hat das vom schleswig-holsteinischen Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) geplante „Wegegebot“ im Waldgesetz des Landes scharf kritisiert. Das berichten die Lübeckern Nachrichten. Von Boetticher plant, das Verlassen der Waldwege zwischen dem 1. Februar und 15. Juni eines Jahres zur Ordnungswidrigkeit zu erklären und mit einem Bußgeld belegen zu lassen. „Wir lehnen das Gesetz rundheraus ab“, erklärte Nabu-Sprecher Ingo Ludwichowski den LN. „Es gibt bundesweit keinen einzigen Beleg dafür, dass so ein Wegegebot irgendwie dem Naturschutz dient.“ Fast alle Spaziergänger blieben schon jetzt auf den Wegen. Ludwichowski mutmaßt dass mit der Regelung vielmehr ein „Deckmantel über das Fehlverhalten von Jägern und Waldbesitzern“ gelegt werden solle. So wären Uhu-Abschüsse oder das Aufstellen illegaler Fallen nie ans Licht gekommen, „wenn aufmerksame Bürger die Flächen nicht hätten betreten dürfen“. Der Landesjagdverband weist die Vorwürfe zurück. Die Grünen und auch von Boettichers Koalitionspartner von der SPD-Landtagsfraktion kündigen bereits Widerstand gegen das „Wegegebot“ an. „Wir haben das freie Betretungsrecht für den Wald erst vor wenigen Jahren eingeführt“, erklärt die SPD-Forst-Expertin Sandra Redmann, „und wir stehen dazu“. Heute (Dienstag) Vormittag soll das Kieler Kabinett über den Gesetzentwurf beraten.

P2News

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