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Steuervereinfachung, wenn nicht jetzt, wann dann?

Gerhard Drexler, VLM Bezirksvorsitzender und stellv. Landesvorsitzender des Liberalen Mittelstandes Bayern fordert die Regierung auf, ihre Wahlversprechen endlich einzulösen!

Die gute wirtschaftliche Entwicklung bringt der Koalition den Spielraum, nun kurzfristig Steuervereinfachungen umzusetzen. Entsprechende Forderungen aus der FDP und positive Signale aus der Union sind zu begrüßen.

„Es ist wünschenswert, wenn sich die Koalition an ihre Wahlversprechen erinnert und Steuervereinfachungen nun diskutiert. Die Umsetzung aber weiter zu verzögern, dass ist eine Zumutung für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes“, so Finanzfachwirt Gerhard Drexler

Die Finanzpolitiker von Union und FDP hatten im Sommer mehr als 90 Vorschläge zur Steuervereinfachung bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eingereicht. Die von der Koalition geplanten Steuervereinfachungen verzögern sich nun wegen Schäuble weiter.
Wolfgang Schäuble entwickelt sich immer mehr zur tragischen Figur der deutschen Politik. Der 68-Jährige fällt in letzter Zeit immer nur als unbeherrschter „grantiger“ Mann auf. Seine diktatorische Amtsführung würgt jede Mitarbeiterinitiative ab. Schäuble blockiert mit seinen Eskapaden und seiner häufigen Abwesenheit die nötigen Reformen. Deutschland braucht dringend eine Vereinfachung des Steuersystems und dies kann man nur in einer Phase des Aufschwungs. Also jetzt, angehen.
Drexler: „Wir müssen schon im kommenden Jahr mit dem Abbau der kalten Progression* bei der Einkommensteuer beginnen“
Der Mittelstandsbauch bezeichnet eine Ausbuchtung im Steuertarif, die dazu führt, dass Normalverdiener besonders stark belastet werden. Die aktuellen Grenzsteuersätze steigen gerade zu Beginn rasant an. Mit Logik ist der deutsche Steuertarif nicht zu erklären. Es ist einfach ungerecht, dass Steuerzahler mit mittleren oder eher geringen Einkommen einer besonders starken Progression unterworfen werden.
Die Vereinfachungen sehen weiter vor, dass es künftig mehr Pauschalen im Steuerrecht gibt. Die Finanzämter sollten überdies den Bürgern Steuerformulare vorlegen, die mit den bereits bekannten Daten vorab ausgefüllt seien. Ebenfalls gut wäre, wenn Steuererklärungen nur alle zwei Jahre eingereicht werden müssen.
Büro

(*) Kalte Progression ist die Steuermehrbelastung, die dann eintritt, wenn Lohnsteigerungen lediglich zu einem Inflationsausgleich führen und gleichzeitig die Einkommensteuersätze nicht der Inflationsrate angepasst werden. Durch den progressiven Einkommensteuertarif wird für jeden über dem Grundfreibetrag verdienten Euro ein höherer Einkommenssteuersatz (Grenzsteuersatz) fällig – das Realeinkommen sinkt.
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