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Steuer gegen Spekulanten

Auch wenn Börsenspezialisten und Banker aufheulen sollten – man kann die Europäer nur zu der Finanztransaktionssteuer beglückwünschen. Sie ist vor allem aus ökonomischen Gründen geboten. Immer noch vagabundieren Billionen-Summen tagtäglich allein deshalb über den Globus, weil sich so genannte Arbitrage-Geschäfte mit Finanzkonstrukten aus abgeleiteten echten Werten lohnen. Da werden dann nicht die Aktien, das Fass Öl oder ein Kilo Gold gehandelt, sondern das Recht auf den Erwerb der Aktie oder des Öls zu einem bestimmten Zeitpunkt. Findige Finanzkonstrukteure haben inzwischen Papiere mit Rechten auf das Recht von Rechten in vier- oder fünffacher Ableitung entwickelt. Solche Geschäfte haben meist außerordentlich geringe Margen, etwa von 0,01 Prozent. Handelt man aber gleich mehrere Milliarden, macht das Margen-Kleinvieh ziemlich viel Mist. Eine Finanztransaktionssteuer von nur 0,05 Prozent kann diesen unwirklichen Börsenzauber schlagartig beenden. Und politisch ist die Steuer gegen die Groß-Spekulanten nach dieser Finanzkrise fast schon ein Frage der Ehre.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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