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Steiner: Regierungsschefs müssen jetzt den Durchbruch in Kopenhagen bringen

Der Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep), Achim Steiner, hält einen erfolgreichen Ausgang des Kopenhagener Weltklimagipfels nur dann noch für möglich, wenn die Industrieländer den Entwicklungsländern ernsthafte finanzielle Zusagen machen. „Was nicht funktioniert ist eine dreijährige Zwischenfinanzierung, um einen 20 Jahre langen Transformationsprozess der Wirtschaft in eine klimafreundliche Zukunft anzubieten“, sagte Steiner dem Berliner „Tagesspiegel“ in Kopenhagen. Jetzt müssten die Industrieländer „ein Zeichen setzen, dass sie bereit sind in diese neue gemeinsame Klimapolitik zu investieren.“. Steiner hat Verständnis dafür, dass den meisten Entwicklungsländern das Vertrauen in die Zusagen der Industrieländer fehlt, denn nur ein Bruchteil der Industriestaaten bringt die schon vor Jahren versprochenen 0,7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Unterstützung von Entwicklungsländern auf. Steiner findet: „Es ist an der Zeit, dass international gemachte Finanzzusagen auch einmal eingehalten werden.“ Die rund 120 Staats- und Regierungschefs, die bis zum Ende der Konferenz in Kopenhagen erwartet werden, müssten jetzt „den Durchbruch bringen“. „Wenn das hier nicht gelingt, gibt es auf Jahre hinaus keine neue Chance mehr. In diesem Bewusstsein reisen die meisten auch an.“

P2News/Der Tagesspiegel

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