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Steigt Goldman bei Karstadt ein?

Gesucht wird: ein Investor, der sich im Einzelhandel auskennt und an die Zukunft der Warenhäuser glaubt. Der Kaufmann müsste bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen, um einige veraltete Filialen zu modernisieren. Der neue Firmeneigentümer sollte auch in der Lage sein, 25 000 Beschäftigten eine Perspektive zu geben. Es geht um ein langfristiges Projekt, das deutsche Wirtschaftsgeschichte schreiben könnte: die Rettung des Kaufhauses Karstadt. Es heißt, die US-Investmentbank Goldman Sachs spiele mit dem Gedanken, Karstadt zu kaufen. Wohlgemerkt: Es geht um jenes Wall-Street-Bankhaus, das am Pranger steht, da es zum Schaden von Anlegern jahrelang Schrottpapiere verkauft hat. Warum also gerade Goldman als Karstadt-Käufer? Weil die Bank über den Immobilienfonds Highstreet einer der wichtigsten Vermieter von Karstadt ist. Goldman hatte die Gebäude übernommen, als Thomas Middelhoff bei Karstadt den Ton angab. Klar ist: Zu den größten Versäumnissen der Ära Middelhoff gehörte, dass sich die Konzernleitung nicht gut genug um das klassische Einzelhandelsgeschäft gekümmert hat. Auch die Goldmänner sind keine Handelsexperten. Und Finanzjongleure im Unternehmen hatte Karstadt schon genug.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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