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Start der europäischen Eismission CryoSat

Das Klima der Erde wird in erheblichem Maß von seinen noch wenig erforschten polaren Eismassen bestimmt. Wie sich diese genau verändern, soll der am 8. April 2010 startende ESA-Satellit CryoSat-2 klären.

An Bord des 700 kg schweren CryoSat-2, dessen Name sich vom griechischen „kryos“ für Kälte oder Frost ableitet, befindet sich der einzigartige Allwetter Radarhöhenmesser SIRAL (Synthetic Aperture Interferometric Radar Altimeter) zur räumlichen Vermessung der Erdoberfläche. Er ermittelt die Dicke des Meereises sowie die Höhe der Landeismassen mit einer Genauigkeit von 1 bis 3 Zentimetern. Auf diese Weise können auch sehr inhomogene, große Eisoberflächen präzise erfasst werden.

Die jüngsten Rekordtiefstwerte bei der Ausdehnung des sommerlichen Eispanzers der Arktis deuten auf einen tief greifenden Wandel in den Polargebieten der Erde hin. Auch wenn die Fläche des Eises bereits seit mehreren Jahren durch Satelliten wie dem europäischen Envisat vom Weltraum aus erfasst wird, so besteht vor allem ein dringender Bedarf an einer genauen Erfassung der Veränderungen in der Dicke dieser Eismassen. Die von CryoSat-2 gesammelten Daten werden wertvolles Datenmaterial liefern, so dass sich Experten und politische Entscheidungsträger ein besseres Bild von deren Bedeutung für den Klimawandel und die Schwankungen des Meeresspiegels machen können.

Cryosat-2 wird von einem russischen Dnepr-Träger, vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus in eine Umlaufbahn in 700 km Höhe gebracht. Unmittelbar nach der Trennung des Satelliten von der Trägerrakete, wird er von den ESA-Spezialisten im Europäischen Satellitenkontrollzentrum ESOC in Darmstadt übernommen und gesteuert.

Hochspezialisierte Missionen zur Erdbeobachtung

CryoSat ist nach GOCE (März 2009) und SMOS (November 2009) die dritte „Earth Explorer“ Mission der ESA. Eigentlich sollte CryoSat den Auftakt zu diesen Erdbeobachtungsmissionen bilden, der ursprüngliche Satellit ging jedoch beim Start im Oktober 2005 aufgrund eines Fehlers der Rockot-Trägerrakete verloren.

P2News/ESA – European Space Agency

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