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Staatliche Krankenversicherung in den USA – Kommentar

2004 traute Barack Obama niemand zu, Senator des US-Bundesstaates Illinois zu werden. Er gewann die Wahl mit Rekordvorsprung. Danach gaben ihm die Kommentatoren keine Chance gegen Hillary Clinton im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur, doch er gewann erneut. Dass die Amerikaner keinen Farbigen zu ihrem Präsidenten wählen würden, widerlegte er ebenfalls. Und nach der Wahl? Viele sagten, er könne seine Versprechen nicht halten, die Hoffnungen nicht erfüllen. Doch Obama ist ins Rollen gekommen. In einem Jahr soll Guantanamo geschlossen sein, und jetzt erfüllte er Wahlversprechen Nummer zwei. Vier Millionen Kinder erhalten eine Krankenversicherung. Das ist nur der erste Teil einer Reform, nach der sich auch der Rest der fast 50 Millionen Bürger ohne Versicherung endlich eine leisten kann. Eltern können ihre Kinder zu Vorsorgeuntersuchungen schicken und Medikamente bekommen, die vorher zu teuer waren. Schlecht ist anders. Obama schafft es langsam sogar, einige Republikaner von sich zu überzeugen: Über ein Fünftel von ihnen stimmte der Gesetzesnovelle zu. Der Rest beklagte allerdings, dass nun legale Immigrantenkinder nicht erst nach fünf Jahren versichert sind, sondern sofort. Dieses Menschenbild spricht für sich. Der neue Präsident ist gewiss kein Heiliger, doch ein wenig mehr sollten sie ihm mittlerweile zutrauen – Kommentatoren und Republikaner.

Neues Deutschland

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