Werbeanzeige
Home / Politik / Politik Deutschland / Spitzelvorwürfe gegen Bahn sorgen bei Politikern für Empörung
Werbeanzeige

Spitzelvorwürfe gegen Bahn sorgen bei Politikern für Empörung

Die Zusammenarbeit der Deutschen Bahn mit dem für die Spitzeleien bei der Telekom verantwortlichen Unternehmen Network Deutschland haben bei Verkehrsexperten im Bundestag Empörung hervorgerufen. „Wenn die Anschuldigungen stimmen, ist es ein weiterer Grund dafür, dass Bahnchef Mehdorn endlich gehen muss“, sagte SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer gegenüber stern.de, der Online-Ausgabe des Hamburger Magazins. „Dann ist er fällig.“

Ähnlich äußerte sich auch der Grünen-Experte im Bundestag, Winfried Hermann. „Wenn Hartmut Mehdorn Verantwortung für die angebliche Bespitzelung trägt, dann ist er als Vorstandsvorsitzender nicht mehr tragbar“, sagte Hermann stern.de.Grünen-Verkehrsexperte Hermann deutete an, dass auch er Anhaltspunkte dafür habe, dass ein Bahnmitarbeiter aus Mehdorns Umfeld bei der Beschaffung von Daten eine wesentliche Rolle spiele. „Wir haben Informationen, dass jemand, der Mehdorn direkt unterstellt ist, eine besondere Verantwortung für die Informationsbeschaffung hat“, sagte Hermann stern.de. Sollten sich die Vorwürfe tatsächlich zu einem Spitzelskandal ausweiten, schloss Hermann weit reichende Folgen für den im Herbst dieses Jahres geplanten Börsengang nicht aus. „Der Börsengang könnte dann verschoben werden, denn das Projekt wird durch die Vorwürfe beschädigt.“

Auch SPD-Verkehrsexperte Scheer hält es für möglich, dass die Bespitzelungsvorwürfe Auswirkungen haben könnten. „Die Affäre hätte die Konsequenzen, dass dann endlich ein Bahnvorstand eingesetzt werden würde, der sich an politische Vorgaben hält. Denn Herr Mehdorn führt das Unternehmen in vordemokratischer Gutsherrenart.“

Die Deutsche Bahn hat Aufträge an Network Deutschland erteilt. Dabei sollen Mitarbeiter bespitzelt worden sein. Die Bahn hatte die Auftragsvergabe bestätigt, aber eine illegale Ausspähung von Mitarbeitern bestritten.

stern, P2news

Werbeanzeige

Check Also

Annette Schavan: CDU bleibt neugierig auf die Piraten

Die stellvertretende CDU-Chefin Annette Schavan blickt wachsam auf den Erfolg der Piratenpartei. „Gerade das sich …