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SPD rüttelt am Rauchverbot

Hanseaten und Hessen unterscheiden sich deutlich. Auch im Wahlkampf: Feuer frei, lautet, grob vereinfacht, das Motto von Roland Koch, der in Wiesbaden mit schwerem Geschütz gegen jugendliche Straftäter auf Stimmenfang ging und sich jetzt eine Woche von der Schlappe erholt. Feuer, bitte, wünscht sich dagegen in Hamburg Michael Naumann, der sich anschickt, das Rauchverbot, das die kleine Kneipe an der Ecke bedroht, aufzuheben. Damit hat der kettenrauchende SPD-Herausforderer von Ole von Beust spät, aber vielleicht nicht zu spät die Witterung für Gewinnerthemen aufgenommen. Denn Hamburg ist gewissermaßen die Freie und Raucherstadt Deutschlands. Hier wehte stets der Duft der weiten Welt, hier wohnt zugleich das berühmteste Raucherpaar der Republik, Altkanzler Helmut Schmidt und Ehefrau Loki (”Loki und Smoky”), unverwüstlich trotz massiven Nikotin-Abusus, unverbesserlich auch durch die strengen Anti-Raucher-Gesetze, die neuerdings an der Alster gelten. Denen hat die Hamburger SPD-Fraktion übrigens zugestimmt. Aber das scheint – ebenso wie die Ankündigung Naumanns bei seiner Nominierung im März, mit dem Rauchen alsbald aufhören zu wollen – nicht mehr als Schall und Rauch. Und wenn schon: Den nächsten Zug muss jetzt von Beust machen. Sonst steht sein Sieg womöglich – auf der Kippe.

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