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Sonntag ist Welt-Rheuma-Tag

Am Sonntag (12.10.) ist Welt-Rheuma-Tag. Rheuma – jeder kennt das Wort, aber viele wissen gar nicht, wie weit verbreitet die Krankheit in Deutschland ist. Oder besser: die Krankheiten. Denn Rheuma ist ein Oberbegriff für alle Erkrankungen, die Schmerzen am Bewegungsapparat auslösen, also an Knochen, Muskeln und Sehnen, ganz egal wo im Körper. Rheumatische Erkrankungen betreffen Millionen Menschen in Deutschland, sagt Ekkehard Ruebsam-Simon, Hausarzt vom Ärzteverbund MEDI Deutschland.
Das ist die Erkrankung, die an dritter Stelle aller Arbeitsunfähigkeiten und Behinderungen steht. 40 Milliarden Euro jährlich werden zurzeit für Krankheitsbehandlungen und Arbeitsausfälle für rheumatische Erkrankungen ausgegeben.

Und auch wenn zum Beispiel die 5 Millionen Arthrose-Patienten großteils über 60 Jahre alt sind, ist Rheuma keineswegs ausschließlich ein Problem von älteren Menschen. 150.000 Kinder leiden an rheumatischen Erkrankungen.
Ekkehard Ruebsam-Simon Nein. Das können Kleinkinder sogar sein. Die haben erhebliche Schmerzen, entzündete Gelenke, Fieberschübe. Und was viele nicht wissen: Diese entzündlich-rheumatischen Erkrankungen können auch andere Organsysteme betreffen.

Zum Beispiel das Herz oder die Nieren. Schon allein das zeigt: die entzündlichen Rheuma-Erkrankungen sind die gefährlichste Form, so der MEDI-Experte.

Ekkehard Ruebsam-Simon Bekannt ist die chronische Polyarthritis, die Bechterew’sche Erkrankung. Und bei diesen Erkrankungen – die verschlingen auch die Mehrzahl der Kosten – da gibt es inzwischen rasante Fortschritte durch die Biomedizin.

So genannte „Biologicals“, also Medikamente auf Antikörper-Basis bringen in vielen Fällen eine deutliche Linderung der Schmerzen und verkürzen die Dauer der Erkrankung. Voraussetzung ist allerdings – wie bei so vielen anderen Krankheiten auch -, dass das entzündliche Rheuma früh genug erkannt wird.

Es sieht so aus, dass in den ersten Jahren einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung Schäden entstehen, die sich nicht mehr wieder gut machen lassen. Und durch die neuen Therapien kann das verhindert werden.

Deshalb der Rat von Hausarzt Ekkehard Ruebsam-Simon für Schmerzpatienten:

Ekkehard Ruebsam-Simon Sofort zum Arzt gehen, klären lassen: Handelt es sich um einen banalen Rückenschmerz oder um einen Muskelschmerz, oder ist es eine der Krankheiten, die zur Invalidität führen können.

Denn dann können moderne Therapien helfen, wenn sie rechtzeitig eingesetzt werden. Allerdings, so beklagt der MEDI-Arzt, tritt auch hier die Budgetierung durch die Krankenkassen auf die Bremse; oftmals werde dadurch die Therapie behindert oder eingeschränkt. Die Budgetierung ist eine von der Politik vorgegebene Einschränkung, deshalb müssen die Patienten bei den Spezialisten oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

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