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Siebert: Beim A400M mit der Industrie an einem Strang ziehen

Zu den Presseberichten über die neuerliche Diskussion um den A400M, erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CDU-Bundestagsfraktion, Bernd Siebert MdB:

Die Diskussion um den A400M zieht sich nun schon seit Jahren. Es ist offensichtlich, dass bei diesem Projekt anfänglich vieles nicht rund gelaufen ist. Bei aller verständlichen Aufregung, sowohl auf Politik- und Militärseite als auch bei der Industrie, muss aber zweierlei deutlich hervorgehoben werden: Einerseits braucht die Bundeswehr dringend die strategische Lufttransportfähigkeit, die sie mit dem A400M erhalten sollte. Durch die Verzögerungen müssen die deutschen Streitkräfte Einschnitte in ihrem Fähigkeitsprofil hinnehmen.

Andererseits ist aber auch klar, dass uns nicht damit geholfen ist, wenn wir die EADS weiter öffentlich rügen. Auch der immer wiederkehrende Ruf nach Vertragsstrafen hilft uns nicht weiter. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage kann es nicht in unserem Interesse sein, einen europäischen Großkonzern wie die EADS zusätzlich wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Damit würden wir uns leicht ein Eigentor schießen. Deswegen haben wir in der jetzigen Phase kaum eine Alternative, als mit der Industrie an einem Strang zu ziehen.

Um die Jahre zu überbrücken, bis uns die Transportkapazität des A400M voll zur Verfügung steht, sollten wir weiter an einer Zwischenlösung arbeiten, wie z.B. Leasing von Flugzeugen, die jetzt schon auf dem Markt verfügbar sind.

P2News

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