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Serbien strebt in die EU

Wo bleibt die Gerechtigkeit? Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und Ungarn sind vollwertige Mitglieder der Europäischen Union. Nur Serbien steht noch vor der Tür und bittet um Einlass. Klopfen dürfen sie, doch noch nicht eintreten. Das Land ist noch nicht reif. Da gibt es einiges aufzuarbeiten. Ein Wort des Bedauerns über die verübten Kriegsverbrechen wäre längst fällig. Der Traum von einem großserbischen Reich geistert noch in zu vielen Köpfen. Die derzeitige Staatsführung könnte ruhig deutlicher darauf hinweisen, dass dies ein Irrglaube war. Zwölf Jahre lange war es dem als Kriegsverbrecher gesuchten Radovan Karadzic gelungen, sich vor einem Gerichtsverfahren zu drücken. Ohne Hilfe von höchster Stelle wäre das nicht möglich gewesen. Wo versteckt sich der als »Schlächter vom Balkan« bekannte General Ratko Mladic? Wer hilft ihm dabei, der Auslieferung nach Den Haag zu entgehen? Und warum sollte sich die EU, die wahrlich genug Probleme zu lösen hat, weitere aufhalsen? Was soll mit dem nach Unabhängigkeit strebenden Kosovo passieren? Serbien kann sich entwicklen – auch außerhalb der EU.

P2News/Westfalen-Blatt

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