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Selbstständig, krank – und jetzt?

Ab 2009 erhalten Selbstständige kein Krankengeld mehr von ihrer gesetzlichen Krankenkasse. Eine private Krankentagegeldversicherung hilft, den Verdienstausfall bei längerer Krankheit abzumildern

Zum 1. Januar 2009 treten weitere Bestandteile der Gesundheitsreform in Kraft. Diese bringen eine wenig beachtete Veränderung für Selbstständige mit sich, die freiwillig Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind: Sie verlieren den Anspruch auf Krankengeld. Darauf macht die Signal Iduna Gruppe aufmerksam.

Bisher hatten freiwillig versicherte Selbstständige die Möglichkeit, ein Krankengeld bei ihrer Krankenkasse zu dem auch für Angestellte geltenden Regelbeitrag mitzuversichern. Das Krankengeld fließt dann üblicherweise ab dem 43. Krankheitstag. Diese Regelung läuft nun aus; Ansprüche auf Krankengeld verfallen zum 1. Januar 2009. Mit dieser Änderung können Selbstständige und Freiberufler in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten, sollten sie über einen längeren Zeitraum erkranken.

Hier ist rasches Handeln geboten, um die Versorgungslücke zu schließen. Die Krankenkassen müssen ab 1. Januar einen Krankengeldwahltarif anbieten, mit dem die Versicherten aber drei Jahre an ihre Kasse gebunden sind – ein gravierender Nachteil, da damit das Sonderkündigungsrecht ausgehebelt wird, das nach Beitragserhöhungen die Möglichkeit zum Wechsel in eine günstigere Krankenkasse vorsieht. Insbesondere für Selbstständige ist dies trotz des kommenden Einheitsbeitrags zur GKV von Bedeutung, da sie ihren Kassenbeitrag ohne Arbeitgeberhilfe bestreiten müssen.

Selbst unabhängige Verbraucherschützer raten deshalb, den Abschluss einer privaten Krankentagegeldversicherung zu bedenken oder einen bereits vorhandenen Versicherungsschutz entsprechend aufzustocken. Außerdem sollten sich freiwillig gesetzlich Krankenversicherte überlegen, ob sie nicht generell in der privaten Vorsorge besser aufgehoben sind. Denn der private Krankenversicherungsvertrag beinhaltet einen unkündbaren Leistungskatalog, dessen Umfang nicht von der Politik eingeschränkt oder verändert werden kann.

News-Reporter

P2News

(Foto: Signal Iduna/News-Reporter)
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