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Schweinegrippe Impfstoff – Schwein gehabt

Die Bundesländer müssen weniger Impfstoff abnehmen als bestellt und können Millionen sparen. Der Verdacht aber, dass im Umgang mit der Schweinegrippe geschäftliche Interessen der Pharmaindustrie eine große Rolle gespielt haben, ist damit noch längst nicht aus der Welt geräumt. Vor allem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gerät jetzt in die Kritik. Sie hatte am 27. April letzten Jahres ihre Pandemie-Definition abgeschwächt und damit erst die Grundlage für die Umsetzung der nationalen Pandemiepläne und auch der Massenimpfungen geschaffen.

Die Organisation strich damals zwei entscheidende Kriterien für eine Pandemie: eine hohe Sterblichkeitsrate und eine große Zahl von Erkrankten. Verdächtigungen, sie habe unter dem Druck der Pharmalobby voreilig eine Pandemie ausgerufen, sind deshalb nicht so einfach von der Hand zu weisen. Eine unabhängige Untersuchung, wie sie die Weltorganisation jetzt zugesagt hat, ist bitter nötig. Denn nicht nur ihre Glaubwürdigkeit, sondern auch die von Ministerien, Ämtern und Behörden in vielen Ländern könnte Schaden nehmen. In einem wirklichen Ernstfall drohen katastrophale Folgen. Sollte sich der Verdacht gegen die WHO aber bestätigen, wäre das mit Verlaub gesagt eine Riesensauerei.

P2News/Neue Osnabrücker Zeitung

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