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Schwarz-Grün am Ende

Es begann als Projekt für die ganze Republik. Schwarz-Grün in Hamburg sollte modellhaft und zukunftsweisend unter Beweis stellen, dass konservative Werte und ökologische Grundüberzeugungen eine konstruktive Schnittmenge bieten. Irgendwann auch im Bund. Seit gestern kann diese Idee zu den Akten gelegt werden. Merkels Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke setzen die Grünen eine Laufzeitverkürzung jener Zweckehe entgegen, die von Beginn an unter Scheidungsvorbehalt stand.

Ein Traumergebnis werden die Hanse-Grünen Ende Februar nicht hinlegen; sie treten mit etwas Glück als gefledderter Junior-Partner in einen SPD-geführten Senat ein.

Und im Bund? Trotz der Verhärtungen im Atomkonflikt waren führende Grüne wie Christdemokraten bis zuletzt weiter dezent daran interessiert, die schwarz-grüne Regierungsoption nicht bis zur Unkenntlichkeit zu verbrennen. Beide Parteien wollen sich diese Möglichkeit zum Machterwerb in einem unberechenbar gewordenen Fünf-Parteien-System prinzipiell erhalten.

Die Havarie in Hamburg passt zur Wirklichkeit, in der Kanzlerin Merkel die Grünen Tag für Tag zum Hauptgegner stilisiert.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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