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Schüler im Stress

Leistungsdruck, Konflikte mit Lehrern und Streitigkeiten in der Familie – Schüler stehen immer stärker unter Stress und ziehen sich dann häufig zurück (Foto: DAK/Wigger)

Deutsche Schüler stehen unter Druck: 42 Prozent der Eltern bemerken bei ihren Kindern Stress-Symptome. Bei jedem Fünften treten sie sogar häufig bis sehr häufig auf, bei 22 Prozent gelegentlich. Das ergab das aktuelle DAK-Gesundheitsbarometer mit 1.002 befragten Müttern und Vätern. „Leistungsdruck, Konflikte mit Lehrern und in der Familie oder anstrengende Freizeitaktivitäten – für Schüler gibt es viele Gründe, in Stress zu geraten“, sagt Diplom-Psychologe und DAK-Experte Frank Meiners. „Die Anzeichen dafür können ganz unterschiedlich sein.“ Laut Umfrage reagieren Schüler am häufigsten unkonzentriert, nervös und überdreht (57 Prozent), jeder Zweite leidet an Kopf- und Bauchschmerzen. Gut zwei Fünftel (43 Prozent) sind traurig und ziehen sich zurück oder reagieren gereizt und aggressiv (42 Prozent). Ein Fünftel schläft schlecht.

Um leistungsfähiger zu sein und mit dem Stress fertig zu werden, greifen nach Angaben der Eltern 12 Prozent der gestressten Schüler häufig oder gelegentlich zu Medikamenten. „Berücksichtigt man auch die Mittel, von denen die Eltern nichts wissen, ist die Zahl wahrscheinlich noch höher“, sagt Meiners. „Der Griff zur Pille ist jedoch keine dauerhafte Lösung. Aktive Problemlösung ist gefragt: mehr Entspannung, Bewegung und Balance im Alltag. Medikamente sollten nur die letzte Lösung sein.“ Für die Ferien sind Pillen auf jeden Fall tabu. Jetzt sollten die Schüler abschalten und entspannen. Meiners rät: „Stopfen Sie die freie Zeit nicht mit Nachhilfe oder Freizeitaktivitäten voll, sondern lassen Sie ihren Kindern Freiräume zum selbst gestalten. Die Seele einfach nur baumeln zu lassen, lädt die Batterien wieder auf.“

News-Reporter

P2News

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