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Schule fürs Leben

Der Satz „Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir“ bekommt einen ganz eigenen Klang, wenn man die Studie über die offenbar rauer werdenden Umgangsformen an unseren Schulen liest. Schüler lernen ungewollt auch dies: mit Hänseleien zu leben, Beleidigungen wegzustecken, Bloßstellungen durchzustehen. Mancher mag denken: Das gab’s schon immer, nur hieß es nicht Mobbing oder Bullying. Achselzucken hilft aber nicht weiter, erst recht nicht in einer Zeit, in der geklagt wird, dass Erziehung in den Familien nicht durchweg gelingt. Wichtig ist, dass die Erwachsenen solche Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen nicht als womöglich gesunde Härteübung fürs Leben auf die leichte Schulter nehmen – denn Demütigungen sind schlimm. Wichtig ist, dass Eltern und Lehrer dort, wo Schüler Schüler fertigmachen, eingreifen und die vermeintlich Mächtigen in einer Gruppe stellen (was die Belastung für die Lehrer erhöht; das verdient zur Kenntnis genommen zu werden). Und wichtig ist, die Mitschüler mit in die Verantwortung zu nehmen: dass sie sich nicht wegducken, wenn einer der ihren gekränkt und gedemütigt wird. Die Erziehungsziele heißen Zivilcourage und Mitgefühl – beides kostbare Güter für ein Gemeinwesen.

Rheinische Post

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