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Sarkozys Rolle

Es sieht nicht gut aus für Nicolas Sarkozy. Gut acht Monate vor den nächsten französischen Präsidentenwahlen dümpelt der Amtsinhaber in der Wertschätzung seiner Landsleute auf einem Rekordtief. Wann immer die Franzosen zuletzt auch an die Urnen gerufen wurden, stets haben sie das politische Lager des Präsidenten abgestraft. Nach den Kommunal-, Departements- und Regionalwahlen gingen jetzt auch noch die Senatswahlen verloren. Wenn Sarkozy, wie allgemein erwartet, seine Kandidatur erklärt, geht er aus einer Position der Schwäche ins Rennen um den Elysée. Geschlagen ist Sarkozy deswegen noch lange nicht. Trotzdem muss man die Perspektive eines Pariser Machtwechsels gerade in Berlin sehr ernst nehmen. Man mag zu Sarkozy stehen wie man will, aber in der Euro-Krise hat er sich mit Angela Merkel zusammengerauft. Dabei nimmt er sogar Anleihen bei der früher in Frankreich als knauserig belächelten deutschen Stabilitätskultur, drängt auf eine Sanierung des Staatshaushalts und sogar auf eine Schuldenbremse in der Verfassung. Sollte Sarkozy 2012 abgewählt werden, stünde all dies wieder zur Disposition – und Merkel käme ihr wichtigster Partner abhanden. Keine beruhigende Nachricht in diesen Zeiten.

P2News/Rheinische Post

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