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Sarkozys böser Fehltritt

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy gibt sich auf der internationalen politischen Bühne gern als einflussreicher Mann. Dass hat er schon oft gemimt, bei der Befreiung der ehemaligen kolumbianischen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt, bei der Gründung einer Mittelmeerunion, bei der Vermittlung zwischen Israel und Palästina und in seiner Zeit als EU-Ratspräsident. In der Weltpolitik will „Sarko“ als Friedensstifter ganz oben mitspielen. Jetzt aber ist ihm ein Missgeschick unterlaufen, mit dem sich der einst als Krawallpräsident abgestempelte Sarkozy selbst zurückgestuft hat. 7,8 Milliarden Euro will er für die kriselnde nationale Autobranche bereitstellen. Zugleich fordert er, Standorte in Osteuropa dichtzumachen und wieder nach Frankreich zu verlagern. Da ist ihm das Hemd näher als die Jacke, die Wirtschaft des eigenen Landes also wichtiger als die Reanimation der europäischen Automobilindustrie. Zu Recht gibt es dafür Haue von der EU. Allein schon, weil sich Sarkozy damit eindeutig gegen Europa stellt.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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