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Sanktionen rücken näher – Iran spielt auf Zeit

Der Auftritt des iranischen Außenministers bei der Münchner Sicherheitskonferenz ließ keine Fragen offen. Und das, so paradox es klingt, weil Mottaki zum Atomprogramm jede Antwort schuldig blieb. Er redete und redete und sagte nichts. Das ist die Taktik Teherans nun schon seit Jahren. Die iranische Führung spielt auf Zeit. Wieder einmal. Nur stellt sich die Frage, wie viel ihr davon noch bleibt. Innenpolitisch steht das Regime vor dem nächsten großen Zusammenstoß mit der eigenen Bevölkerung. Am Donnerstag, dem 31. Jahrestag der iranischen Revolution, sind neue Proteste der grünen Bewegung angekündigt. Sie drohen heftiger zu werden als die letzten. Die Iraner wollen sich von den Todesurteilen, die gegen festgenommene Demonstranten verhängt wurden, nicht abschrecken lassen. Vor allem unter Frauen und die jungen Menschen wächst die Wut. Auch außenpolitisch wächst die Bereitschaft, sich iranische Laber-Antworten nicht länger gefallen zu lassen. Die internationale Gemeinschaft rückt zusammen, Sanktionen näher. Doch die bergen große Gefahren. Sie treffen, konsequent gehandhabt, vor allem das Volk und könnten den Protest gegen das Regime schwächen. Das aber kann nur die Regierung in Teheran wollen.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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