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Sachsen-Anhalt: Heimat der Waldelefanten

In der Urzeit war Deutschland eine Savanne – und ein Paradies für Waldelefanten. Die Dickhäuter, die damals weite Teile Mitteleuropas beherrschten, erreichten eine Schulterhöhe von mehr als vier Metern und wogen bis zu elf Tonnen: doppelt so viel wie Afrikanische Elefanten, die größten lebenden Landsäugetiere. Das berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. In den vergangenen Jahren bargen Forscher in einem ehemalige Braunkohletagebau im östlichen Harzvorland die Überreste von rund 70 Waldelefanten und Skelette hunderter weiterer Tiere. Hier erstreckte sich einst ein See mit einer Fauna, wie man sie in dieser Vielfalt heute nur noch an den Wasserstellen Ost- und Südafrikas beobachten kann. Hirsche, Wildrinder und Wildpferde, Wald- und Steppennashörner kamen zu den Tränken. Fleisch-, Aas- und Knochenfresser wie Löwen, Wölfe, Hyänen folgten ihnen. Waldelefanten suhlten sich im Uferschlamm, nahmen Staub- und Sandbäder und ruhten unter den Bäumen. Die Forscher fanden auch Spuren von Feuerstellen, an denen frühe Menschen – wohl Vor-Neandertaler – Tiere zerlegten und das Fleisch trockneten. Gegen Ende der Warmzeit starben jene Tiere aus, die der Kälte nicht gewachsen waren, darunter auch die Waldelefanten. Stattdessen beherrschten nun Mammuts das Land. Als es Jahrtausende später wieder wärmer wurde, kehrten neben anderen Säugetieren auch die Waldelefanten nach Europa zurück, konnten sich aber nicht langfristig durchsetzen.

Die Ausstellung in Halle „Elefantenreich – Eine Fossilwelt in Europa“ im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) dokumentiert zurzeit die Forschungsergebnisse über die Europäischen Waldelefanten.

P2News/G+J Exclusive & Living

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