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Rüttgers plant für die Zukunft

Lutz Lienenkämper (CDU) wird neuer Verkehrsminister von NRW. Eine Personalentscheidung, mit der Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die Beobachter überrascht hat. Den Mann aus Meerbusch hatte kaum einer auf dem Radar. Er sich selbst angeblich auch nicht. Dabei ist Lienenkämper durchaus kein Verlegenheitskandidat. Im Gegenteil. Die Berufung ist ein kluger Schachzug. Rüttgers benennt einen CDU-Abgeordneten. In der Union war oft bekrittelt worden, 2005 seien zuviele Seiteneinsteiger ins Kabinett berufen worden. Lienenkämpers Beförderung ist ein positives Signal an die Fraktion und an die Nachwuchskräfte. Die junge Gruppe bei den CDU-Parlamentariern fühlte sich bislang oft von den erfahrenen Kollegen ins Abseits gedrängt. Nun bindet Rüttgers den Sprecher der Unzufriedenen ein. Das schafft Ruhe. Gleichzeitig plant der Ministerpräsident für die Zukunft, wenn er neben Finanzminister Linssen einen zweiten Niederrheiner ins Kabinett holt. Der frühere Verkehrsminister Oliver Wittke ist gestürzt, weil er in einer geschlossenen Ortschaft geblitzt wurde. Lienenkämper erklärte gestern, auch er habe schon mal den Führerschein verloren. Es war klug, in die Offensive zu gehen. Im Amt darf er sich aber keine Eskapaden mehr leisten. Das sollte Rüttgers dem BMW-Fahrer eingeschärft haben.

Rheinische Post

P2News

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