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Russland übt eine Politik der Härte

Der Krieg im Kaukasus legt die Schwäche des Westens bloß. Russland schreibt das Gesetz des Handelns. Moskau weiß, dass weder die USA noch die EU oder die Nato militärisch eingreifen. Die Russen betreiben eine Politik der Härte, auch gegen Zivilisten. Sie wollen ein Exempel statuieren und klarmachen, dass die Länder, die sich auf den Westen und vor allem auf die USA verlassen, verlassen sind. Doch langfristig wird sich das für die Russen nicht auszahlen. Der Westen wird seinen politischen Umgang mit den Herrn im Kreml überdenken müssen. Die Einbindung Moskaus in den Nato-Russland-Rat, Konsultationen mit der EU oder im Rahmen der G-8-Runde haben im Vorfeld zu keiner kaukasischen Krisenentschärfung geführt. Russland als rohstoffreiches Land, das als Energielieferant ganze Volkswirtschaften von sich abhängig machen kann, pokert hoch und provoziert seinerseits Europa. Der Westen muss sich den großen Gefahren einer wachsenden Abhängigkeit bewusst werden. Er muss gegensteuern, um handlungsfähig zu bleiben und die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Russland begründet seine Ablehnung eines US-Raketenschutzschildes in Osteuropa mit dem Hinweis, dass von Russland keine Gefahr ausgehe. Wer soll das heute noch glauben, angesichts einer militarisierten Außenpolitik und einer immensen Aufrüstung?

Rheinische Post,P2news

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