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Ruhestörer adieu!

Gerade in Mehrfamilienhäusern ist rücksichtsvolles Verhalten nicht nur im Sinne einer guten Nachbarschaft wichtig. Permanente Störenfriede riskieren eine fristlose Kündigung des Mietvertrags

In einem Mehrfamilienhaus sollte eine gewisse Rücksichtnahme auf die anderen Mietparteien selbstverständlich sein. Dennoch ist Lärm einer der häufigsten Streitgründe unter Nachbarn. Für notorische Störenfriede kann das jedoch böse Folgen haben: „Wer ständig schuldhaft den Hausfrieden stört, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen“, warnt Susanne Dehm von der Quelle Bausparkasse unter Hinweis auf ein entsprechendes rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Coburg (Beschluss vom 15. April 2008, Az. 32 S 1/08).

Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter in einem Mehrfamilienhaus immer wieder nachts überlaute Musik gehört und dadurch seine Mitmieter unzumutbar in ihrer Nachtruhe gestört. Auch eine Abmahnung des Vermieters änderte nichts an seinem Verhalten. Daraufhin kündigte ihm der Vermieter den Mietvertrag fristlos und verklagte den Mieter auf Räumung.

Zu Recht, meinten die Coburger Richter. Zwar argumentierte der betroffene Mieter, nach der fristlosen Kündigung sei es nicht mehr zu Ruhestörungen gekommen. Doch das kam für die Richter zu spät. Maßgebend war für sie, dass der Mieter auch nach Abmahnung weiter durch überlaute Musik nachhaltig den Hausfrieden störte, weshalb ihm der Vermieter daraufhin wirksam kündigte. Eine fristlose Kündigung sei in einem solchen Fall bei einem unbefristeten wie auch bei einem Zeitmietvertrag möglich, gibt Dehm ferner zu beachten.

P2News

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