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Rotstift beim US-Militär

In Amerika gehen die Lichter aus – im wahrsten Sinne des Wortes. In manchen Orten leuchtet nur noch jede dritte Straßenlaterne. In vielen Bundesstaaten werden die Klassen nächstes Schuljahr voller sein, weil Tausende Lehrer entlassen wurden. Dass sich auch Amerikas bislang budgetverwöhnten Militärs den Sparzwängen auf Dauer nicht entziehen können, hat ihnen nun ausgerechnet der Verteidigungsminister unter die Nase gerieben. 100 Milliarden Dollar will Gates bis 2016 einsparen. Das kommt durchaus einer Zäsur und kleinen Revolution gleich. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und als Folge der Kriege im Irak und in Afghanistan hat sich der Verteidigungsetat auf gigantische 700 Milliarden Dollar verdoppelt. Doch Amerikas Verteidigungsetat wird auch in Zukunft weiter wachsen. Allerdings sollen die Zuwächse weit bescheidener ausfallen. Treffen wird es vor allem die geschätzt 790.000 privaten Dienstleister, die der überlasteten Armee in den letzten Jahren Aufgaben abgenommen haben. Die immensen Kosten für die Privatisierung des Krieges, die vor allem Bushs Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorangetrieben hatte, will Gates nicht mehr tragen. Auch lange Kriege enden eines Tages. Gates greift dem mit seinem Tritt auf die Bremse nun vor.

P2News/Neue Westfälische

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