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Rote Karte für Zwei-Klassen-Medizin

Rote Karte für Zwei-Klassen-Medizin: Krankenkassen kooperieren – Alternus: Zukunftswerkstatt Krankenversicherung erarbeitet gemeinsames Produkt für GKV und PKV

Die steigende Kostenbelastung für die Krankenkassen wird in Zukunft dazu führen, dass von den Versicherten mehr Eigenverantwortung bei der Gesundheitsvorsorge gefordert wird. Der Grund: das Defizit der gesetzlichen Krankenkassen erreichte im ersten Quartal 2008 die Marke von 1,1 Milliarden Euro. Um die zur Verfügung stehenden Mittel zielgenau einsetzen zu können, entwickelt sich der Trend weg von einer „Rund-um-Versicherung“ hin zu einer Grundversorgung. Damit gewinnen für die Versicherten Service- und Leistungsangebote an Bedeutung, die entstehende Versorgungslücken schließen. Mittels Kooperationen werden gesetzliche und private Krankenversicherungen auf diese Nachfragesituation reagieren müssen und vermehrt die jeweiligen Stärken des anderen nutzen. Mögliche Ansätze hierzu wurden von namhaften Krankenkassen gemeinsam mit Wissenschaftlern im Rahmen der Zukunftswerkstatt Krankenversicherung entwickelt, die vom Hamburger Beratungshaus Alternus GmbH vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde.

Aus Konkurrenten werden Partner – gesetzliche und private Krankenversicherer nähern sich immer weiter an, um dem Kunden künftig gemeinsam neue Produkte anzubieten. Zum Beispiel ein Krankenhaus-Sorglos-Paket: Bei einer stationären Behandlung kümmert sich die Krankenkasse dabei nicht nur um eine optimale medizinische Betreuung, sondern bietet den Patienten umfangreiche zusätzliche Leistungen an, vom Briefkastenservice bis zur Kinderbetreuung. Alleiniger Ansprechpartner für den Kunden ist dabei die gesetzliche Versicherung.

Der Kunde profitiert von Kooperationen zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Denn die Krankenkasse wird ihm künftig Angebote machen, die einerseits dazu beitragen, die bestehende medizinische Versorgungslücke zu schließen, gleichzeitig aber auch ein zusätzliches Servicepaket beinhalten. Dieses wird ganz individuell auf verschiedene Zielgruppen abgestimmt. So bietet das Krankenhaus-Sorglos-Paket älteren Patienten neben der Begleitung zu Ärzten und Behörden vor dem Krankenhaus-Aufenthalt unter anderem einen Post- und Briefkastenservice, die Vermittlung einer Haustierbetreuung sowie einen Wäsche- und Einkaufsservice im Anschluss an die stationäre Betreuung. Für Familien stehen die Hilfe im Haushalt und die Betreuung der Kinder im Vordergrund.

Zwar war es auch bisher schon möglich, Zusatzversicherungen bei privaten Unternehmen abzuschließen, die entsprechende Leistungen anbieten. Doch die Kunden hatten im Krankheitsfall dann mit gesetzlicher und privater Versicherung gleich zwei Ansprechpartner. Komplettleistungen aus einer Hand, die dem Patienten die Abwicklung wesentlich erleichtern, gab es aber nicht.

Im Rahmen der Alternus-Zukunftswerkstatt wurden dabei die möglichen Stufen einer Produktpartnerschaft entwickelt. Während in einem ersten Schritt eine Kooperation auf Produktebene vorstellbar ist, ohne dass die Organisation der Unternehmen dadurch verändert wird, könnte die Zusammenarbeit später in einer gemeinsamen Betriebsgesellschaft münden, über die Produkte entwickelt und abgewickelt werden.

Eine Zusammenarbeit zahlt sich für beide Partner aus und wird aus Kundensicht immer wichtiger. Denn statt einer „Rund-um-Versicherung“ werden gesetzliche Krankenkassen künftig lediglich eine Grundversorgung sichern, vermutet die Branche. Private Versicherungen stoßen dann in die entstehenden Lücken und bieten einen individuell gestaltbaren Zusatzschutz. Die detaillierten Ergebnisse der Zukunftswerkstatt Krankenversicherung können im rund 70-seitigen Branchenreport von Alternus nachgelesen werden.

Die Zukunftswerkstatt ist ein von der Alternus Gesellschaft initiierter und organisierter Veranstaltungszyklus, der sich aus Mitgliedsunternehmen zusammensetzt. Die Zukunftswerkstatt dient als Katalysator für einen strategischen Dialog zur Reflektion der eigenen Position und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die beteiligten Unternehmen können durch das Mitwirken in der Zukunftswerkstatt ihre eigenen Geschäftsprozesse beschleunigen und somit generell die Arbeit effizienter gestalten. Darüber hinaus gewinnen die Mitglieder und Kooperationspartner durch diese enge Zusammenarbeit neue Denkansätze und Vorgehensweisen.

Die Zukunftswerkstatt erzeugt Ergebnisse, die von den Mitgliedsunternehmen unmittelbar genutzt und in die betriebliche Praxis umgesetzt werden können. Zu den Ergebnistypen gehören beispielsweise Vorgehens- und Realisierungskonzepte, Proof of Concepts und Studien.

Alternus GmbH

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