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Rösler hält bestehendes Gesundheitssystem für ungerecht

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat seine Reformpläne für die Einführung einer einkommensunabhängigen Gesundheitsprämie verteidigt. „Als Bundesgesundheitsminister bin ich in erster Linie dafür verantwortlich, eine gute medizinische Versorgung für alle Versicherten sicher zu stellen. Das ist auch der Grund, warum wir die Finanzierung des bestehenden Gesundheitssystems neu regeln wollen“, sagte Rösler der „Saarbrücker Zeitung“ (Montag-Ausgabe). Die finanzielle Ausgestaltung des bestehenden Systems sei zu sehr an den Faktor Arbeit geknüpft. Außerdem sei das System „nicht gerecht“. Der Ausgleich zwischen Arm und Reich in der gesetzlichen Krankenversicherung müsse nach seiner Ansicht über das Steuersystem abgewickelt werden, „weil nur dort alle Bürger mit allen Einnahmen und gemäß ihrer Leistungsfähigkeit einbezogen werden“, meinte der FDP-Politiker. Zugleich wandte sich Rösler gegen die Auffassung, dass dieser Sozialausgleich unbezahlbar sei. „Milliardenbeträge werden wir nicht brauchen, da wir schrittweise und behutsam die gesetzliche Krankenversicherung umbauen wollen“, erläuterte der Minister. Niemand solle überfordert werden. „Ob wir wirklich viel Geld für einen Sozialausgleich brauchen oder nicht, hängt davon ab, in welchen Schritten und in welchen Größenordnungen wir die Prämie einführen“, meinte Rösler.

P2News/Saarbrücker Zeitung

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