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Richtig Auftauen

Lebensmittel aus dem Kälteschlaf liegen im Trend. Doch unterschiedliche Konsistenzen erfordern unterschiedlichen Umgang: Während Pizza, Snacks oder Brötchen direkt in den Ofen wandern können, müssen Torten, Obst oder Fleisch erst an- bzw. auftauen

Ob Pizza, Gebäck, Fisch oder Gemüse – tiefgekühlte Lebensmittel liegen nicht zuletzt wegen der vitaminschonenden Verarbeitung und der schnellen Zubereitung im Trend. Beim Auftauen mancher TK-Produkte sollte man sich allerdings Zeit nehmen. Dazu gehören zum Beispiel Fleisch und Fisch. Wer glaubt, große Fleisch- oder Fischstücke tauen schneller bei warmer Luft auf, der irrt. Mehr noch: Das Auftauen dieser Produkte bei Zimmertemperatur oder sogar auf der Heizung ist aus Qualitätsgründen absolut tabu, warnt das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti). Bei einer Temperatur über fünf Grad plus werden mikrobiologische Prozesse aktiviert und die Ware kann verderben. Beim langsamen Auftauen im Kühlschrank hingegen ist der Verbraucher auf der hygienisch sicheren Seite. Hinzu kommt, dass sich bei einer langen Auftauphase die Konsistenz des Lebensmittels besser entwickelt.

Bevor Fleisch und Fisch zum Auftauen in den Kühlschrank wandern, muss die Verpackung entfernt werden. Danach werden die Lebensmittel in ein geschlossenes Gefäß gelegt. Werden die Produkte zugedeckt, können sie keine fremden Kühlschrank-Gerüche aufnehmen. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass aus dem Gefäß das Auftauwasser ablaufen kann. Nach dem Auftauen muss dieses Wasser unbedingt aus hygienischen Gründen weggeschüttet werden. Dies gilt vor allem bei Geflügel, da sich im Auftauwasser Salmonellen sammeln können. Sämtliche Gegenstände und Flächen wie das Spülbecken, die mit dem Auftauwasser in Berührung gekommen sind, sollten gründlich mit heißem Wasser gereinigt werden.

Viele andere Tiefkühlprodukte können unaufgetaut zubereitet werden. Dazu zählen zum Beispiel Pizzas, komplette Gerichte, Snacks, Kartoffelprodukte oder Brötchen aus dem Kälteschlaf. Auch Gemüse muss nicht aufgetaut werden. Dies schadet sogar der Qualität, da wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen können. Deshalb ist es unter dem Gesichtspunkt der Frische besser, das Gemüse ohne separates Auftauen möglichst kurz – dafür aber sehr heiß – zu garen. Bei Produkten dagegen, die kalt verzehrt werden wie Torten, Obst oder Räucherfisch, ist An- oder Auftauen notwendig.

Antauen bedeutet, dass die Temperatur in den Außenschichten des Tiefkühlprodukts steigt. Im Kern sind die Lebensmittel noch gefroren. Aufgetaute Lebensmittel sind im Vergleich dazu auch im Kern nicht mehr gefroren. Zeitangaben zur Dauer des An- und Auftauens stehen auf den Verpackungen. Aus Qualitätsgründen sollte diese Zeit nicht überschritten werden. Unabhängig davon, ob Tiefkühlkost separat aufgetaut werden muss oder nicht: Die Verpackung muss vor der Zubereitung auf jeden Fall entfernt werden. Einmal aufgetaute Tiefkühlprodukte sollten zudem immer möglichst zeitnah zubereitet werden, um Qualität und Frische zu gewährleisten.

P2News

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