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Renault F1 Team präsentiert den neuen Renault R30

Renault ist bereit für die Formel 1-Saison 2010. Werkspilot Robert Kubica enthüllte am Sonntag mit dem Renault R30 den neuen Grand Prix-Boliden des französischen Werksrennstalls. Er trägt erstmals seit der Rückkehr der Marke in die Formel 1 wieder die für Renault Sport charakteristische schwarz-gelbe Lackierung aus den 70er und 80er Jahren. Am Vortag der ersten Testfahrten mit dem neuen Monoposto stellte das Team außerdem Vitaly Petrov als zweiten Fahrer für die bevorstehende WM-Kampagne vor. Der 25-Jährige konnte sich 2009 mit zwei Laufsiegen und zwei Pole Positions den Titel des Vizemeisters in der GP2-Serie sichern. Er wird im März als erster Russe überhaupt bei einem Formel 1-Grand Prix an den Start gehen.

„Dies ist ein großer Tag für Vitaly“, kommentierte Renault F1 Teamchef Eric Boullier die Neuverpflichtung. „Wir heißen ihn bei Renault herzlich willkommen. Wir wissen, dass er als Grand Prix-Neuling in dieser Saison eine Menge lernen muss. Aber er hat voriges Jahr in der GP2-Serie eine herausragende Vorstellung abgeliefert, darum sind wir uns sicher: Er ist reif für den Schritt in die Formel 1. Mit Robert Kubica steht Vitaly der perfekte Teamkollege zur Seite, von dem er lernen und an dem er sich messen kann. Ich bin absolut überzeugt, dass er seine in den Nachwuchsserien bewiesene Klasse auch bei uns zeigen wird.“

Anlässlich des Fototermins mit dem neuen Renault R30 präsentierte Teamchef Eric Boullier auch den in Holland geborenen Chinesen Ho-Pin Tung als dritten Piloten sowie Jérôme d’Ambrosio aus Belgien als offiziellen Ersatzfahrer des Werksteams. Der Tscheche Jan Charouz wurde ebenfalls als Ersatzpilot verpflichtet.

Die Eckdaten für die Entwicklung des neuen Renault R30 lieferte das praktisch unverändert übernommene Aerodynamik-Reglement und das 2010 verbotene Nachtanken während der Grand Prix. Damit bildet der neue Formel 1-Rennwagen eine Verbindung aus Evolution und Revolution und besticht durch attraktivere, schlankere Proportionen als sein Vorgänger. Die größten äußeren Veränderungen lässt die Heckpartie erkennen. Sie wurde umfassend überarbeitet, um das Konzept des im Vorjahr erschienenen „Doppeldecker“-Diffusors optimal umsetzen zu können. Weitere Änderungen betreffen vor allem die Chassis-Architektur, da das Nachtankverbot ein erheblich größeres Treibstoffreservoir erforderlich macht.

„Wir haben den ganzen Winter über mit Vollgas gearbeitet, um bestmöglich vorbereitet in die Saison zu starten“, erinnerte Teamchef Eric Boullier an den großen Einsatz, mit dem die Mitarbeiter des Renault F1 Teams den neuen Boliden pünktlich zum ersten Test fertig gestellt hatten. „Der Renault R30 wird ein wettbewerbsfähiger, starker und zuverlässiger Rennwagen sein. Zudem haben wir die Weichen für eine aggressive Weiterentwicklungsstrategie gestellt, die sich über die gesamte Saison erstrecken wird. Jetzt aber blicken wir den ersten Testfahrten erwartungsvoll entgegen und sind äußerst gespannt, ob der neue Wagen unsere hohen Erwartungen erfüllt.“

Robert Kubica setzt große Hoffnungen in den Renault R30: „Das Team hat lange an dem neuen Auto gearbeitet. Es ist jetzt schon klar, dass wir dabei die richtige Richtung eingeschlagen haben“, erklärte der Pole. „Nun müssen wir diesen Schwung nutzen und das Maximum aus den Wintertests herausholen, um den Wagen Schritt für Schritt zu verbessern. Unsere Priorität liegt dabei auf einfacher Fahrbarkeit: Angesichts der neuen Regeln ist es hilfreich, wenn ein Auto nicht zu sensibel auf Veränderungen reagiert. Wir brauchen einen Rennwagen, der unter verschiedensten Bedingungen konstant gut funktioniert.“

Auch Vitaly Petrov brennt bereits auf die erste Ausfahrt mit dem Renault R30: „Das neue Auto sieht fantastisch aus. Die Lackierung erinnert an die lange, erfolgreiche Geschichte von Renault im Motorsport generell und in der Formel 1 speziell. Ich kann es kaum abwarten, den Wagen erstmals zu fahren und die Arbeit mit dem Team aufzunehmen. Das Renault F1 Team bietet mir eine große Chance und ich freue mich sehr darauf, mit dem Rennstall zu arbeiten. Ich habe immer von einem Formel 1-Cockpit geträumt – dass ich mein Debüt nun sogar mit einem Top-Team wie Renault erleben darf, macht es umso schöner. In etwas mehr als einem Monat steht das erste Rennen auf dem Programm. Ich werde in den kommenden Wochen soviel Zeit wie möglich mit dem Team verbringen, um mich optimal auf mein Grand Prix-Debüt in Bahrain vorzubereiten.“

P2News/Renault

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