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Regen hat Schnecken wach geküsst

Die Trockenheit im April hat den feuchtigkeitsliebenden Nacktschnecken wenig behagt. Folglich sind sie zu diesem Zeitpunkt kaum in Erscheinung getreten. Der Regen der letzten Wochen hat sie jedoch jetzt „wach geküsst“. In Scharen fallen sie deshalb seit geraumer Zeit über Salatbeete, junge Gemüsepflanzen, Erdbeeren und Zierpflanzen her. Doch sind es nicht nur die Fraßschäden, die Hobbygärtnern Ärger bereiten, auch Verschmutzungen durch Kot und Schleim machen manchen erntereifen Salat ungenießbar. In Fraßlöchern in Möhren, Erdbeeren oder Kohlrabiknollen können sich zudem Pilze ansiedeln und zu Fäulnis führen.

Schnecken darf man nicht lange gewähren lassen, denn sie vermehren sich rasant. Somit kann die Plage schnell außer Kontrolle geraten. Bei mäßigem Befall hilft regelmäßiges Absammeln, am besten morgens und abends. Die Zuwanderung von Schnecken aus benachbarten Wiesen oder naturbelassenen Grundstücken lässt sich mit speziellen Schneckenzäunen einschränken. Diese sind aber nur dann sinnvoll, wenn auch innerhalb der eingezäunten Fläche alle Schnecken bekämpft werden. Zuverlässig hilft dabei Schneckenkorn mit dem Wirkstoff Metaldehyd. Es ist schnell und sicher wirksam, belastet den Boden nicht und stellt auch für Nützlinge des Gartens keine Gefahr dar. Die Anwendung von Schneckenkorn sollte stets nach Gebrauchsanleitung erfolgen, d. h. die Körner sparsam zwischen den Kulturen, um diese herum und möglichst auch auf Zuwanderwege ausstreuen.

Da Schnecken auf Feuchtigkeit angewiesen sind, ist es besser, morgens statt abends zu gießen. Einzelnes Angießen größerer Pflanzen hält den Boden dabei trockener als andauernde Berieselung der gesamten Beete mit dem Gartenschlauch. Auch häufigeres Lockern des Bodens erschwert den Schnecken die Fortbewegung und zerstört Hohlräume, die ihnen tagsüber als Versteck dienen. Zur Reduzierung des Schneckenbefalls können auch Igel, Kröten, Spitzmäuse und Laufkäfer beitragen, die man im Garten hegen und fördern sollte.

Nicht empfehlenswert sind Bierfallen, denn sie locken Schnecken geradezu an, wobei nur ein geringer Teil in den Fallen ertrinkt. Auch Barrierestreifen aus Kalk, Asche oder Sägemehl zeigen meist nur bis zum nächsten Regen eine Wirkung. Salz sollte auf keinen Fall gestreut werden, da dies auch für den Boden schädlich ist.

P2News/Lonzagroup AG

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