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Rechtsschutzversicherungen im Test

Ob Ärger nach einer Internet-Auktion, die ungeklärte Schuldfrage beim Verkehrsunfall oder die angedrohte Kündigung durch den Arbeitgeber: Nicht immer können Verbraucher auf den Gang zum Anwalt verzichten. Um sich gegen mögliche Kosten für derartige Rechtsstreitigkeiten abzusichern, werden häufig Versicherungspakete aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz gewählt. Die Vielzahl der Produkte macht die Entscheidung schwer. Welcher Anbieter überzeugt durch eine gute Versicherungsausstattung? Wer hat die günstigsten Versicherungsprämien? Und wo stimmt beides?

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) untersuchte im Auftrag der WirtschaftsWoche jetzt 27 Versicherungen, die Kombinationsprodukte aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz anbieten. Im Rahmen einer umfassenden Analyse wurde die Versicherungsausstattung anhand von 24 Einzelkriterien untersucht. Zudem ermittelte das Institut die Tarife mit und ohne Selbstbeteiligung im Rahmen von acht unterschiedlichen Kundenprofilen.

Wie die WirtschaftsWoche, wurde Allrecht mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis Gesamtsieger der Studie. Das Unternehmen hatte die deutlich günstigsten Tarife und überzeugte bei der Versicherungsausstattung – etwa mit kurzen Wartzeiten, bis Rechtsschutz wirksam wird. BGV Badische sicherte sich dank attraktiver Versicherungsprämien den zweiten Rang. Rechtsschutz Union bot die mit Abstand beste Produktleistung, die unter anderem Arbeitsrechtsschutz bei Aufhebungsverträgen und Verwaltungsrechtsschutz bei Halte- und Parkverstößen einschloss.

Bei der Versicherungsausstattung gab es deutliche Unterschiede zwischen den Produkten: Nur ein Viertel der Unternehmen bot unbegrenzt hohen Versicherungsschutz im Inland, sonst lag die Spanne bei der Deckungssumme zwischen 300.000 und 1.000.000 Euro. Nur gut ein Viertel der Versicherungen ermöglichte, bei Arbeitslosigkeit des Versicherungsnehmers die Beiträge zu reduzieren. Ein Drittel verneinte die Frage nach Arbeitsrechtsschutz im Zusammenhang mit Aufhebungsverträgen. „Die Ergebnisse zeigen, dass Verbraucher gerade im Arbeitsrechtsschutz das Kleingedruckte ganz genau studieren sollten“, kommentiert Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität.

Die Höhe der Versicherungsprämien war ebenfalls sehr unterschiedlich. Bei den untersuchten Tarifen mit Selbstbehalt musste der Kunde beim teuersten Anbieter mehr als doppelt so viel bezahlen wie beim günstigsten Versicherer. Das größte Sparpotenzial ergab sich für eine Familie mit zwei Kindern beim Tarif ohne Selbstbehalt – mehr als 175 Euro ließen sich hier pro Jahr einsparen.

P2News/Deutsches Institut für Service-Qualität

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