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Razzia bei der LBBW

Keine Frage, die Nachricht von der Razzia bei der LBBW schlägt ins Kontor. Und natürlich kommt sie immer zur Unzeit, weil sie immer mindestens einen Imageschaden produziert. Zwar ist auch bei Deutschlands größter Landesbank der Lack längst ab. Doch im Gegensatz zu vielen Konkurrenten bewähren sich die Stuttgarter Banker in schwieriger Zeit auf dem Markt, können operativ gute Ergebnisse vorweisen. Und selbst das zähe Ringen mit der EU-Wettbewerbskommission scheint Früchte zu tragen. Die für nächste Woche erwarteten Auflagen für die milliardenschweren Kapitalaufstockungen und Risikoabsicherungen durch die öffentlich-rechtlichen Träger drohen nicht mehr, die Bank zu strangulieren. Dass auch die LBBW unter der Last inzwischen völlig anders bewerteter Kreditersatzgeschäfte stöhnt, ist nicht neu. Hinreichend bekannt ist auch, dass es vor allem die im realen Kundengeschäft so gänzlich erfolglosen Banken von Sachsen und Rheinland-Pfalz waren, die der späteren Mutter LBBW diese Verluste einbrachten. Wie viel die strafrechtliche Aufarbeitung des Verdachts der Untreue bringen wird, ist offen. Die gutachterliche Portfolio-Bewertung, angeregt durch die Bank, stützt ihn jedenfalls nicht. Gern wüsste man auch, ob wirklich Hundertschaften von Ermittlern bei der Bank-Razzia gebraucht werden, obwohl doch jede Handlung beim Handel mit Papieren elektronisch dokumentiert ist.

P2News/Südwest Presse

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