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PSA-Test sinnvoll oder nicht?

Foto: AOK/News-Reporter

Prostatakrebs ist mit derzeit 58.500 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland die häufigste Krebsart bei Männern. Bislang liegen jedoch kaum verständliche und qualitativ hochwertige Informationen zum Thema vor. Deshalb haben der AOK-Bundesverband, der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und die Universität Bremen nun eine Internetseite initiiert, die über die Chancen und Risiken des häufig angebotenen PSA-Tests informiert. So können Betroffene eine fundierte Entscheidung fällen, ob sie diesen Test durchführen lassen möchten oder nicht.

Die Abkürzung PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen. Dieser Eiweißstoff, der fast ausschließlich in der Prostata gebildet wird, ist bereits in geringen Konzentrationen im Blut nachweisbar. Ein erhöhter PSA-Wert kann auf einen Prostatakrebs hindeuten, hat jedoch meist eine andere Ursache. „Wer beispielsweise an den Tagen vor dem Test Fahrrad fährt, hat wahrscheinlich einen erhöhten Wert. Nur in knapp einem Drittel aller Fälle mit erhöhten Werten liegt wirklich Prostatakrebs vor. Umgekehrt bedeutet auch ein normaler Testwert keine sichere Entwarnung: Jeder fünfte Prostatakrebs geht mit einem unauffälligen PSA-Wert einher“, erklärt Dr. Bernhard Egger, Leiter des Stabsbereichs Medizin im AOK-Bundesverband.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen PSA-Test nur, wenn ein Verdacht auf Prostatakrebs vorliegt. Viele Ärzte bieten daher die Bestimmung des PSA-Werts gern als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an, die Patienten aus eigener Tasche bezahlen müssen. Dabei handelt es sich um einen „Suchtest“ ohne konkreten Krankheitsverdacht. Oft erhalten die Betroffenen dabei nur wenige Informationen über den Test und haben kaum Zeit, zu überlegen, ob sie sich für diese Untersuchung entscheiden möchten.

News-Reporter

P2News

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