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Preisträger für den Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis 2008 benannt

Die Jury des Deutsch-Italienischen Preises für literarische Übersetzung hat aus 35 Bewerbern die diesjährigen Preisträger ausgewählt. Die Preisverleihung wird am 16. März 2009 im Bode-Museum in Berlin stattfinden.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der italienische Kulturminister Sando Bondi werden die Preise gemeinsam überreichen. Die Auszeichnung wurde von Staatsminister Bernd Neumann und dem Auswärtigen Amt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut ausgelobt. Verbunden damit ist das Ziel, kontinuierlich den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Italien zu fördern.

Im jährlichen Wechsel wird eine herausragende literarische Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche bzw. vom Deutschen ins Italienische ausgezeichnet. Zusätzlich kann ein Preis für das Lebenswerk verliehen werden. Die Preissumme beträgt je 7.500 Euro.

Den Preis für eine herausragende Übersetzung eines italienischen literarischen Werkes ins Deutsche erhält Sigrid Vagt, die für ihre Übersetzung von Salvatore Niffois Roman „Die Legende von Redenta Tiria“ (Zsolnay-Verlag 2008) ausgezeichnet wird.

In der Begründung der Jury heißt es: „Niffois Sardinien ist gleichzeitig düster, schroff, ursprünglich und modern. Sigrid Vagt überträgt das komplexe Spiel zwischen den Sprachebenen auf einfallsreiche Weise ins Deutsche. Nuancenreich bringt sie den archaischen Untergrund ebenso zum Schwingen wie die Modernitätserfahrungen, die in die alte Form der Legende eingelassen sind. Insbesondere überzeugt ihr Umgang mit den Einsprengseln sardischer Sprache. Die Erfahrung des Fremden, die den italienischen Text prägt, bleibt in ihrer Übertragung stets erhalten.“

Der Preis für das Lebenswerk geht an Marianne Schneider. Aus der Begründung der Jury dazu: „Marianne Schneiders übersetzerische Arbeit beeindruckt durch Vielfalt, literarischen Entdeckergeist und ein breites stilistisches Register. Mit ihren Übertragungen von Jacopo Pontorno, Leonardo da Vinci, Giacomo Leopardi und Carlo Collodi bis zu Giorgio Manganelli, Luigi Meneghello, Gianni Rodari, Gianni Celati und Alberto Vigevani zählt sie zu den wichtigen Vermittlern der italienischen Literaturgeschichte. Die elegische Stimmung ihrer Übersetzungen der kunstvoll rhythmisierten Prosa Vigevanis („Sommer am See“, Friedenauer Presse 2007 und „Ende der Sonntage“, Friedenauer Presse 2008) ist ebenso überzeugend wie die eigenwillige Komik ihrer Übertragung von Gianni Celatis Erzählungsband „Was für ein Leben!“ (Wagenbach 2008).

Das Aufenthaltsstipendium zur Nachwuchsförderung erhält Esther Hansen für ihre Übersetzung von Marcello Fois‘ Krimi „Sardische Vendetta“ (List 2008).

P2News

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