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Politwissenschaftler Langguth mahnt Merkel

Gerd Langguth
Der Bonner Politik-Professor Gerd Langguth hat die CDU unter Chefin Angela Merkel gemahnt, die Stammwähler nicht zu sehr aus dem Blick zu verlieren. Der Märkischen Oderzeitung (Frankfurt/Oder) sagte Langguth in einem Interview, die CDU-Mitglieder, die eine „Aktion Linkstrend stoppen“ oder einen katholischen Arbeitskreis gegründet hätten, seien zwar eher Randfiguren. „Aber sie zeigen auch, dass es ein Grummeln an der Parteibasis gibt“, so der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete und Chef der Adenauer-Stiftung.

Mit Blick auf die „Berliner Erklärung“ der Parteispitze vom Januar mit ihrem „Modernisierungskurs“ sagte Langguth, Merkel sei „besser darin, Wechselwähler für die CDU zu integrieren als Stammwähler zu pflegen“. Es bestehe die Gefahr, dass bestimmte wichtige Themen wie Leitkultur, innere Sicherheit oder Ausländerkriminalität von der CDU „nicht ausreichend behandelt werden“.

Flügelpersönlichkeiten, die den national-konservativen Flügel repräsentieren, gebe es mit dem Weggang von Jörg Schönbohm nicht mehr. Langguth: „Aber es gibt noch viele Wähler mit solchen Positionen. Es sollte sich aber rechts von der CDU keine in der Bevölkerung akzeptierte Partei entwickeln.“

Die Union sollte sich nicht zu sicher sein, dass sich nicht rechts von ihr eine akzeptierte Partei entwickle. Rechts sieht Langguth zwar derzeit „wenig Gefahren, weil es an glaubwürdigen und erfahrenen Persönlichkeiten fehlt, die breitere Wählerkreise ansprechen könnten“. Eine rechtspopulistische Partei hätte aber auch hier Chancen wie in den Niederlanden, Österreich oder der Schweiz. „Deshalb muss Merkel den konservativen Teil mit abdecken, der mit zu den Wurzeln der Union neben der christlich-sozialen und liberalen Tradition gehört.“

P2News/Märkische Oderzeitung

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