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Politischer Airbus

Ist es wirklich vorstellbar, dass das wichtigste gemeinsame europäische Rüstungsprojekt kurz vor seinem Abschluss scheitert? Sollte der Militärtransporter A 400M tatsächlich direkt ins Museum rollen, wäre das eine Katastrophe. Denn es geht hier auch um die Zukunft der europäischen Rüstungszusammenarbeit. Hätte man nur ein neues Flugzeug benötigt, wäre das schließlich schon vor Jahren auf dem freien Markt zu haben gewesen, bei Russen oder Amerikanern. Gerade weil Europa seine schon große Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten nicht noch vergrößern wollte, wurde dem zunächst nur auf dem Reißbrett existierenden Airbus-Modell der Zuschlag erteilt. Der A 400M ist ein politisches Flugzeug. Deswegen muss jetzt ein Kompromiss her. Airbus hat wegen der Verzögerungen einen Teil der Zusatzkosten zu übernehmen, ebenso wie die Kunden. Man kann nicht was bei Rüstungsprojekten dieser Art unüblich ist dem Hersteller alle finanziellen Risiken aufbürden und ihn dann mit immer neuen Anforderungen eindecken. Die Bundesregierung sollte zudem bedenken, dass es auch um den deutschen Einfluss auf die Airbus-Mutter EADS geht. Wenn Berlin nicht mehr Geld geben will, wird Paris das tun und hat dann künftig alleine das Sagen.

P2News/Rheinische Post

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