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Wohlfahrtsverband kritisiert Konjunkturpaket der Bundesregierung

Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Konjunkturpaket als enttäuschend: Milliarden für die Wirtschaft – Almosen für die Armen

Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert das gestern beschlossene Konjunkturpaket II der Bundesregierung als enttäuschend und wirft der Bundesregierung vor, Bedürftige „im Regen stehen“ zu lassen. Zwar seien die Investitionen in Bildung und Betreuung ganz wichtig. Auch die Anhebung der Hartz IV-Regelsätze für Kinder von sechs bis 13 Jahren sei ein erster richtiger Schritt, doch müssten nun zwingend weitere Maßnahmen der Armutsbekämpfung folgen.

Der Wohlfahrtsverband bezeichnet das Konjunkturpaket II als halbherzigen Kompromiss, der die sozialen Schieflage in Deutschland weitestgehend ignoriere. „Die Bundesregierung hat die historische Chance vertan, Konjunkturmaßnahmen mit nachhaltiger Armutsbekämpfung sinnvoll zu verknüpfen. Während großzügige Schutzschirme für Unternehmen gespannt wurden, werden die Bedürftigen einmal mehr im Regen stehen gelassen und mit ein paar Almosen abgespeist“, so Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider. Die Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze für Kinder von sechs bis 13 Jahren könne nicht darüber hinweg täuschen, dass mehr als achtzig Prozent der Hartz IV-Empfänger leer ausgingen.

P2News

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