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Es wird ernst mit dem Sparen

Dieses Jahr ist schon im Frühsommer Bescherung. Monatelang hat uns die Koalition von Union und FDP mit Versprechungen hingehalten: Von 2011 an, da werde gnadenlos gespart, da sei Verzicht angesagt, komme alles Liebgewordene auf den Prüfstand, haben ihre Haushälter mit dem Finanzminister um die Wette geraunt. Jetzt also soll es konkret werden, nach der Kabinettsklausur Anfang Juni wird das Sparpaket wohl ausgepackt.Eine Finanzkrise fordert ihren Tribut. Dabei sind es nicht einmal die apokalyptischen „Rettungsschirme“ für Banken, neuerdings auch Staaten, die schon zu bezahlen wären. Da handelt es sich ja um Bürgschaften, Geld also, das größtenteils (noch) nicht geflossen ist. Es sind die Konjunkturprogramme, der Mehraufwand für das Kurzarbeitergeld, die Milliardenzuschüsse an die Sozialkassen, mit denen sich der Staat hemmungslos verschuldet hat. Mit immerhin dem Erfolg, dass die meisten Menschen hierzulande die Krise bislang am eigenen Leib nicht spüren mussten. Aber umsonst ist das natürlich nicht zu haben.In die Spardebatten dieser Tage mischen sich verführerische Sirenenklänge. Linke und Gewerkschaften würden die Schuldenbremse im Grundgesetz am liebsten gleich wieder abschütteln. Aber auch aus dem Mutterland des Kapitalismus, den USA, schallt die Mahnung herüber, es mit dem Sparen doch bitte nicht zu übertreiben, der Weltwirtschaft zuliebe. Man wird sie nicht als unbegründet abtun, indes: Wohin man mit zerrütteten Staatsfinanzen kommt, lehren uns die Griechen. Scylla oder Charybdis, Staatspleite oder Konsumkrise, ein Dilemma von homerischem Format.

P2News/Westfalenpost

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