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Westerwelle im Jemen

Gut, dass Außenminister Westerwelle zum Blitzbesuch im Jemen war. Auch wenn eine Reise ins malerische Saana keinen Gesamteindruck vom Land vermitteln kann, so hilft sie doch, ein Gespür zu bekommen für die Region und die Menschen und kann – im besten Fall – vielleicht dazu beitragen, die verschleppte deutsche Familie endlich freizubekommen. Sicher ist das nicht. Denn die Macht der Regierung in Saana ist sehr begrenzt – und das ist das Problem. Der Jemen, so Westerwelle, dürfe nicht zum „Hafen für Terroristen“ werden. Doch das ist er längst. Lange bevor El Kaida die Zwillingstürme zum Einsturz brachte, starben im Jemen US-Soldaten beim El-Kaida-Anschlag auf die USS Cole. Und nicht erst seit dem verhinderten Anschlag auf die Passagiermaschine nach Detroit ist bekannt, dass El Kaida hier eine Hochburg hat. Dem Jemen drohen Chaos und Anarchie wie in Afghanistan. Und El Kaida ist beileibe nicht das einzige Problem des jemenitischen Präsidenten. Der Süden droht sich abzuspalten, und im Norden herrscht Krieg mit den Houthi-Rebellen, die offenbar die erwachsenen Geiseln in ihren Händen haben. Einfache Lösungen gibt es nicht. Und selbst ein Blitzbesuch reicht aus, um das zu erfahren.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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