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Liechtenstein bekennt sich zum OECD-Standard

Liechtenstein bekennt sich zum globalen OECD-Standard für Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen. – Die Regierung ist mit interessierten Staaten in Gesprächen und bietet weiteren Staaten bilaterale Steuerabkommen zur effektiven Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und -hinterziehung an. – Ziel ist es, Rechtssicherheit und -konformität bei gleichzeitiger Wahrung der Privatsphäre und des Bankkundengeheimnisses sicherzustellen. – In diesem Prozess wird Liechtenstein seine Verantwortung gegenüber den Kunden des Finanzplatzes sowie den berechtigten Steueransprüchen seiner Vertragspartner nachkommen.

Die liechtensteinische Regierung akzeptiert die OECD-Standards für Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen und unterstützt die internationalen Massnahmen gegen die Nichteinhaltung von Steuergesetzen. Eine entsprechende Erklärung hat die Regierung am heutigen Donnerstag in Vaduz veröffentlicht. Liechtenstein bietet interessierten Staaten Verhandlungen für bilaterale Abkommen zur Zusammenarbeit bei Steuerbetrug und -hinterziehung an. Dabei stellt die Regierung auch Abkommen in Aussicht, die über den OECD-Standard hinaus gehen. Voraussetzung dafür ist die Einigung auf ein gemeinsames Verständnis zur Regelung vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Steuerverpflichtungen. Damit soll den Kunden des Finanzplatzes ein geordneter Übergang hin zu steuerlicher Legitimation ermöglicht werden. „Wir sind uns unserer Verantwortung als Teil eines weltweit integrierten Wirtschaftsraumes bewusst“, sagte Regierungschef Otmar Hasler. „Mit der heutigen Erklärung leisten wir unseren Beitrag zu einer gemeinsamen Lösung, die eine effektive Durchsetzung ausländischer Steueransprüche möglich macht und gleichzeitig die legitimen Interessen der Kunden unseres Finanzplatzes berücksichtigt“. Entscheidend für die Regierung ist, dass Liechtenstein durch entsprechende Abkommen seiner Verantwortung gegenüber den Kunden des Finanzplatzes sowie den berechtigten Steueransprüchen seiner Vertragspartner nachkommt. Dazu hat die Regierung in den letzten Monaten ausführliche Diskussionen mit verschiedenen Staaten und multinationalen Organisationen geführt. Ziel dieser Gespräche ist es, den Schutz der Privatsphäre, unter anderem durch das Bankkundengeheimnis, auch in Zukunft zu gewähren. „Unser Bankgeheimnis dient seit jeher dem legitimen Schutz der Privatsphäre des Bürgers. Daran wollen wir festhalten. Wir wollen uns mit dieser Erklärung aber auch dafür einsetzen, dass das Bankkundengeheimnis in Zukunft nicht zur Unterstützung von Steuerkriminalität missbraucht werden kann“, sagte Regierungschef Otmar Hasler. Die Regierungserklärung wird von allen wichtigen Vertretern der liechtensteinischen Politik und Wirtschaft unterstützt. Der designierte Regierungschef und Regierungschef-Stellvertreter, Dr. Klaus Tschütscher, erklärte, dass die in der Regierungserklärung formulierte pro-aktive Politik der einzig richtige Weg für Liechtenstein sei und er die vorliegende Regierungserklärung nach seiner Vereidigung als Regierungschef Ende März mit konkreten Massnahmen umsetzen werde. „Mit den neuen Abkommen bekommt der jeweilige Partnerstaat eine effizientere Steueranwendung bei Auslandsvermögen, die Kunden des Finanzplatzes Liechtenstein erhalten Rechtssicherheit mit einem tragfähigen gesetzlichen Rahmen zur Erfüllung ihrer Steuerpflicht und unser Finanzplatz erhöht seine Attraktivität und Reputation für eine steuerkonforme Kundschaft“, sagte Dr. Klaus Tschütscher. Der Finanzplatz Liechtenstein hat sich während der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise als sehr zuverlässig erwiesen, mit einem stabilen Bankensystem, das sich bisher ohne staatliche Stützungsmassnahmen bewährt hat. Ziel der Regierung ist es, eine nachhaltige Entwicklungsperspektive für den Finanzplatz zu schaffen. „Wir erleben zur Zeit auf globaler Ebene einen fundamentalen und raschen Wandel in Richtung verstärkter zwischenstaatlicher Kooperation und internationaler Regelsetzung“, sagte S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein. „Mit der heutigen Erklärung setzt die liechtensteinische Regierung ein Zeichen, dass sie aktiv am Regulierungsdialog der Finanzzentren teilnimmt, ohne dabei die Identität Liechtensteins und die Vorteile eines zuverlässigen und gut regulierten Kleinstaates preiszugeben. Ich bin überzeugt, dass wir damit das Vertrauen der Kunden in unseren Finanzplatz stärken können. “

P2News

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