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Irans Atomkurs Große Sünde

Der Besuch der Experten der Internationalen Atomenergiebehörde im Iran testete die Ernsthaftigkeit der Führung in Teheran im Umgang mit der Welt. Leider unternahm das Regime nichts, guten Willen unter Beweis zu stellen. Im Gegenteil, die Aufpasser blockierten den Zugang zu dem verdächtigen Militärgelände von Parchin. Nach Erkenntnissen der IAEA möglicherweise ein Indikator für die nicht ganz friedliche Absicht des Atomprogramms. Dass der Iran den Experten den Zugang versperrte, stärkt nicht die Glaubwürdigkeit der Versicherungen des Ajathollah Ali Khameneis, wonach der Gottesstaat den Besitz einer Atomwaffe als „große Sünde“ ansehe. Warum dann die Geheimniskrämerei? Die anstehenden Parlamentswahlen liefern eine Erklärung; ein möglicher Bluff eine andere. So hatte es damals auch Saddam Hussein gehalten, der die Inspektoren hatte glauben lassen, er habe etwas in seinem Arsenal. Für den irakischen Führer ging der Poker schlecht aus, weil er George W. Bush einen Vorwand lieferte zuzuschlagen. Der Iran sollte die Entschlossenheit der Likud-Regierung in Israel nicht unterschätzen, notfalls auf eigene Faust militärisch zu handeln. Es bleibt zu hoffen, dass die Unterhändler des Regimes bei den anstehenden 5+1-Gesprächen eine konstruktivere Rolle einnehmen.

P2News/Neue Westfälische

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