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Gipfel der Sieger

Bush.jpg Das Nato-Gipfeltreffen in Bukarest war eine Meisterleistung der Diplomatie. Am Ende dürfen sich alle Teilnehmer als Sieger fühlen, sogar US-Präsident Bush. Denn die Staatschefs gaben ihm offiziell Rückendeckung beim Aufbau des umstrittenen Raketenabwehrsystems. Die von Bush geforderte Aufnahme Georgiens und der Ukraine wurde zwar grundsätzlich befürwortet, aber zur Beruhigung des darüber empörten russischen Nachbarn zugleich auf die ganz lange Bank geschoben. So bot sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten kein Anlass zu Machtproben und Muskelspielen. Kreml-Chef Putin stellte – nach Monaten des Säbelrasselns – versöhnlich eine Rückkehr zum KSE-Abrüstungsabkommen in Aussicht und erlaubte der Nato sogar die Versorgung ihrer Afghanistan-Truppen über russisches Territorium. Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy setzten in Bukarest besonders deutliche Akzente: Sie entschärften den Konflikt um Georgien und die Ukraine und setzen sich in der Afghanistan-Frage durch. So stärkten sie auch die Position Europas im Bündnis. Die Nato hat sich unerwartet geschlossen und handlungsfähig präsentiert. Das ist mit Blick auf das ungelöste Hauptproblem Afghanistan ein gutes Signal.

Rheinische Post

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