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Pflegebedürftigkeit wächst

„Guten Tag Vater, wie geht es dir heute?“ „Wer sind Sie?“ Erschreckend und emotional belastend für Verwandte, wenn Demenz das Erinnerungsvermögen eines Familienmitglieds raubt und zum Pflegefall macht. Alzheimer ist eine der häufigsten Ursachen, die zu Pflegebedürftigkeit führen. Neben geistigen Krankheiten sind es meist Stürze mit solch schwerwiegenden Folgen, dass eine Selbstversorgung nicht mehr möglich ist. „Das Pflegerisiko droht in erster Linie im höheren Alter. Und damit wächst die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit für jeden einzelnen. Denn das Durchschnittsalter der Deutschen steigt markant. Für die gesetzliche Pflegeversicherung ist das problematisch, denn mangelnder Nachwuchs führt dazu, dass das umlagefinanzierte System irgendwann an seine Grenzen stößt. Private Vorsorge wird daher immer wichtiger“, so AWD-Vorsorgeexperte Christian Monke. Wer eine vollstationäre Pflege benötigt, zahlt rasch 3.000 Euro monatlich. Von der gesetzlichen Pflegeversicherung erhalten Betroffene in der höchsten von drei Pflegestufen maximal 1.470 Euro Zuschuss, in absoluten Härtefällen bis zu 1.750 Euro. Das Ersparte muss für die Differenz herhalten und sobald es aufgezehrt ist, sind die Nachkommen per Gesetz in der Verantwortung, bis zu bestimmten Grenzen finanzielle Unterstützung zu gewähren. Immerhin rund zwei Millionen Menschen sind zurzeit in Deutschland pflegebedürftig. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder prognostizieren bereits im Jahr 2030 fast 3,5 Millionen Betroffene. Zahlen, die zeigen, wie dieses Risiko mit der längeren Lebensdauer von Frauen und Männern einhergeht und Warnsignal zugleich, private Vorsorge zu betreiben.

P2news

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