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Personalabbau bei Siemens

Siemens

Siemens ist ein Weltkonzern. Gerade deshalb stünde es dem Unternehmen gut an, seine deutschen Wurzeln nicht zu vergessen. Hierzulande war das Verständnis zwischen Eigentümern und Managern einerseits sowie Belegschaft und Gewerkschaft andererseits immer größer als im Ausland. Dies ist bis heute ein wichtiges Fundament für die vergleichsweise sehr gute Position der deutschen Wirtschaft auf den Weltmärkten. Um so ärgerlicher ist es, dass mit Siemens nun ein Großkonzern die Basis für dieses besondere Verhältnis aufkündigt, in dem das Management eine wichtige Auskunft verweigert. Transparenz ist die Grundbedingung für Verständigung. 9700 Beschäftigte in Deutschland aber sind verunsichert, weil der Elektronikkonzern angekündigt hat, 2200 Stellen – also mehr als ein Fünftel der hiesigen Belegschaft – abzubauen. Nur wo und wann, darüber hüllt sich das Management in Schweigen. Was sollen zum Beispiel die Beschäftigten in Paderborn, die Jahrzehnte lang ihren Rücken für den Konzern krumm gemacht haben, von dem Versteckspiel halten? Es geht um ihre Zukunft. Und um die Zukunft ihrer Familien.

P2News/Westfalen-Blatt

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