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Ölpreisschock

Sport- und Geländewagen werden zum Auslaufmodell. Zum Symbol für Kraftstoffverschwendung. Wer an der Tankstelle arm werden will, muss in einen Porsche oder Ferrari steigen. Weil das aber immer weniger Deutsche angesichts eines Preises von 1,58 Euro für den Liter Benzin möchten oder können, steigt die Nachfrage nach sparsamen Autos und alternativen Antrieben. In diesem Segment geben asiatische und französische Hersteller den Ton an, nicht aber deutsche. Der Druck der Verbraucher hilft mehr als eine gesetzliche Regelung, mahnt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel Audi, BMW, Mercedes und Co. zu einer konsequenten Ausrichtung auf verbrauchsarme Modelle. Weltweit beschleunigen die schwindelerregend hohen Ölpreise die Suche nach Fortbewegungsalternativen. Eine internationale Befragung im Auftrag des Reifenherstellers Continental ergab, dass 36 Prozent der Autofahrer bereit sind, ein Modell mit Hybridantrieb zu kaufen, und sich 46 Prozent vorstellen können, ein Elektroauto zu erwerben. Deshalb müssen verstärkte Forschungsbemühungen die Konsequenz aus dem Ölpreisschock sein. Im ureigenen Interesse der Industrie liegt es, alltagstaugliche Antriebe serienreif zu machen. Sie würden uns ein Stück unabhängig vom schwarzen Saft Öl machen, Spekulanten die Tour vermasseln und verhindern, dass wir an der Zapfsäule arm werden.

Westfalen-Blatt, P2news

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