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Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – Obamas Desaster

Barack Obama

Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko erwecken die USA den fatalen Eindruck eines Zuschauers, der sich auf Gedeih und Verderb an das Geschick des Konzerns BP kettet. Außer kraftmeierischer Rhetorik, die ablenken und den Druck auf BP erhöhen soll, hat die Obama-Regierung tatsächlich nicht viel anzubieten.

Politisch ist das riskant. Die Kritik an Obamas passiver Haltung wächst. Allzu lange hatte sich der US-Präsident auf die Versicherungen BPs verlassen, das Desaster in den Griff zu kriegen. Dass der britische Ölkonzern Washington und die Anrainer der betroffenen Küstenstaaten bewusst täuschte und trickste, mag niemand unterstellen. Doch mehr Misstrauen, mehr Kontrolle und vor allem mehr eigenes Engagement wären angebracht gewesen. Die jahrzehntelangen Auseinandersetzungen nach dem Untergang der „Exxon Valdez“ vor Alaska waren geradezu ein Lehrstück, wie trickreich sich ein Verursacher trotz klarer Schuldlage aus der Verantwortung zu stehlen versucht. Nun, nach über vier Wochen, ist es fast schon zu spät, das Steuer noch herumzureißen. Der ökologische Schaden wird wachsen. Und Obama muss fürchten, dass BPs zähes Öl nun auch an seinem eigenen Ansehen klebt.

P2News/Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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